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Rückblick "Kunst im Dorf" im Schwabo

Der Artikel – Kreativität und starkes Gewerbe! von Jochen Stöhr

Wenn das ganze Dorf zur Ausstellung wird, ist wieder „Kunst im Dorf“ in Fluorn-Winzeln. Die Gewerbeschau des HGV war Treffpunkt, Bühne und Schaufenster für Künstler, Gewerbetreibende und Vereine.

Am vergangenen Wochenende stand die Doppelgemeinde am Heimbach wieder ganz im Zeichen von Gewerbe, Kunst und Kultur. Seit mehr als 20 Jahren bietet die Gewerbeschau „Kunst im Dorf“ des Handels- und Gewerbevereins (HGV) Fluorn-Winzeln eine Plattform für lokale Unternehmen, Kunstschaffende und die ortsansässigen Vereine.

Rund 45 Aussteller und ebensoviele Kunstschaffende gaben einen Einblick in ihr vielfältiges Schaffen. Manche Aussteller präsentierten sich in ihren eigenen Räumen, andere stellten ihr Angebot in oder vor der Turnhalle Winzeln vor. Dort reichte die Bandbreite vom Autohaus über Handwerksbetriebe in den Bereichen Schreinerei, Fensterbau oder Ölmanufaktur bis hin zum Informationsangebot der Polizei Baden-Württemberg. Auf der Bühne der Halle hatte Revierförster Jörg Fehrenbacher wieder ein Walddiorama aufgebaut. Da konnte man von einem Moment auf den anderen mit allen Sinnen in die Tier- und Pflanzenwelt des Gemeindewaldes eintauchen, Neues entdecken oder die Ausstellungsfläche durch den Nadel- und Blätterwald von oben betrachten. Aber egal, ob man in der Halle oder woanders im Dorf unterwegs war – überall gab es Kunstwerke zu bestaunen. Ein guter Ort für Kunstgenuss war unter anderem die Alte Kirche. Unter dem Motto „Alte Kirche – Neue Werke“ zeigten Brigitte Günther (Malerei), Romana Glunk (Malerei, Objekte, Figuren), Andrea und Michael Pfaff (Holzkunst) und Ivonne Schmid (Goldschmiedearbeiten) eindrucksvolle Kunstwerke, von denen man sich auch inspirieren lassen durfte.

Vielfalt der Kunst

Stark vertreten waren auch die Kunstschaffenden der Szene 64 Schramberg. Aus einem alten Gebäude in der Zollhausstraße wurde eine „Villa bunt“ voller Entdeckungen – vom Keller bis zum Obergeschoss. Sogar Besen wurden zu Kunstwerken umgestaltet. Die beiden Rathäuser in Fluorn und Winzeln wurden ebenfalls zu Kunstgalerien mit großformatigen, ausdrucksstarken Arbeiten bis hin zu Töpferei.

Bildhauer Alexander Weinmann zeigte bei der Firma King, wie organische und archaische Formen im spannenden Kontrast zur modernen Lasertechnologie der Blechverarbeitung stehen. Für seine Skulpturen schafft er aus Holz, Fundstücken ehemaliger Werkzeuge und Metallteilen aus der industriellen Produktion - scheinbar wertlosem Schrott - einzigartige Objekte, die Vergänglichkeit und Verfall zeigen und gleichzeitig aufhalten.

Shuttle-Bus und Feuerwehr-Oldtimer

Wer von A nach B kommen wollte, konnte einfach in den Shuttle-Bus, der an zahlreichen Haltestellen Halt machte, einsteigen. Beliebt vor allem bei Familien mit Kindern war die Fahrt mit dem Feuerwehr-Oldtimer. Am Sonntag fuhr außerdem noch das Freudenstädter Bähnle durch das Dorf. In kulinarischer Hinsicht war einiges geboten. Die heimische Küche durfte an diesem Wochenende kalt bleiben. Örtliche Vereine wie der Musikverein Winzeln oder das Akkordeonorchester hatten Spätzle, Wurstsalat oder Crepes vorbereitet. In der Halle bewirtete die Gaststätte „Coni“ Krone die Gäste, und beim Artisan Brothaus gab es frisch gebackene Mini-Pizza. Beim „Schorle-Club“ floss das Bier aus dem Naturstein-Bierbrunnen. Musikalisch unterhielten unter anderem die Original Geisbockmusikanten, der Musikverein Winzeln und ein Saxophon-Duo der Musikschule „Hast du Töne“.

Das Wochenende mit „Kunst im Dorf“ zeigte wieder einmal eindrucksvoll, wie vielfältig und kreativ das Schaffen der Menschen in der Region ist.

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