Innovation und Bodenständigkeit bringen die Wirtschaft voran
Die Eröffnung der Gewerbeschau am großen „Kunst in Dorf“-Wochenende gibt auch den Rahmen für besondere Ehrungen.
Es war eine bunt gemischte Gesellschaft, die sich zur Eröffnung der nunmehr achten Ausgabe der HGV-Gewerbeschau und der sechsten unter dem Banner „Kunst im Dorf“ im Winzelner Rathaus zusammenfand. Entsprechend unterschiedlich fielen die Grußworte aus. Neben dem Bürgermeister und den Verantwortlichen des Handels- und Gewerbevereins (HGV) Fluorn-Winzeln waren auch Vertreter der Kommunal-, Landes- und Bundespolitik gekommen. Außerdem waren Kunstschaffende, Vereine, die IHK, die Handwerkskammer und natürlich die Unternehmer vertreten. Auch Besucher aus der Partnergemeinde Schonach an der Triesting in Niederösterreich waren angereist.
Während es viel Lob für die Innovations- und Schaffenskraft der regionalen Wirtschaft und der Kunstschaffenden gab, kam auch die eine oder andere Kritik zur Sprache. Diese richtete sich vor allem an die anwesenden Vertreter der Politik. HGV-Vorsitzender Gerd Flaig sprach in seiner Begrüßung die enormen Belastungen durch bürokratische Hürden und Verordnungen an. In dieser Hinsicht forderte er von der Politik weniger Vorschriften, einfachere Verfahren und mehr Vertrauen in die Eigenverantwortlichkeit der Gewerbetreibenden. Sein Dank galt allen Beteiligten, die diese Gewerbeschau ermöglicht hatten, insbesondere Geschäftsführerin Sabine Gleichauf, ohne deren großes Engagement dies alles nicht möglich gewesen wäre.
Grußworte und Ehrungen
Bürgermeister Rainer Betschner sprach von einer „wirtschaftlich anspruchsvollen Zeit“. Die kommenden Jahre würden nicht einfach, doch man habe gute Voraussetzungen, lobte er die regionale Wirtschaftskraft, die Innovation und Bodenständigkeit verbinde. Die Bundestagsabgeordnete Maria-Lena Weiss (CDU) sprach in ihrem Grußwort von „gelebtem Zusammenhalt“. Gerade in kleinen Gemeinden seien die örtlichen Betriebe sehr wichtig für den Erhalt der Arbeitsplätze. Politik und Wirtschaft müssten im Dialog bleiben.
Die Gewerbeschau bezeichnete der Landtagsabgeordnete Stefan Teufel (CDU) als „exzellentes Schaufenster“ für die Region. Er lobte das langjährige Engagement der Beteiligten. Die Wertschöpfung müsse im Land bleiben und die Arbeitsplätze in der Region. Die Bereiche Forschung und Entwicklung sowie die duale Ausbildung sollten unterstützt werden, so Teufel weiter. Beeindruckt von der Leistungsfähigkeit der Wirtschaft und der Kunst vor Ort zeigte sich auch der Landtagsabgeordnete Emil Sänze (AfD). Nicht weniger beeindruckt war Landrat Christoph Keckeisen, für den es nach eigener Aussage der zweite Besuch in der Doppelgemeinde war. 69 Mitglieder im HGV, 45 Aussteller, dazu schönes Wetter zur Eröffnung – in einer Gemeinde in der Größenordnung wie Fluorn-Winzeln sei dieser Einsatz „aller Ehren wert“.
Im Rahmen der Eröffnung gab es auch Ehrungen für Gewerbetreibende. Bereits seit 55 Jahren gibt es das Blumenhaus Beh von Michaela Gerster. Das Friseurgeschäft von Silas Rheinberger sowie die Deutsche Vermögensberatung von Reiner Hofgärtner können auf jeweils 15 Jahre Geschäftstätigkeit zurückblicken. Alle Drei bekamen eine Urkunde der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg überreicht.
Nach dem Ständerling und einem ersten Austausch zog die Versammlung unter Anführung des Musikvereins zur Halle, um dort die Gewerbeschau offiziell zu eröffnen. Gleich zu Beginn war das Besucherinteresse groß.